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4 Apr

Dazed & Confused in Amsterdam II

Ein Erlebnisbericht aus Amsterdam. Der Stadt der Tulpen, des Kiffs, des schlechten Wetters und der seltsamen Airbnb Vermieter. Die Abenteuer der üblichen Verdächtigen und meiner Wenigkeit könnt ihr in diesem und den nächsten vier Blog-Post nachlesen.

Anschließend tätigen wir einen Einkauf der anderen Art, aber wir sind in Amsterdam – man ist bereits durchs passiv rauchen bekifft, daher ist es eh wurscht. Wir checken uns in Rick`s Bar ein. Dort darf man auch Zigaretten rauchen, also die, die man bei uns in der Trafik kaufen kann. Chesterfield, Philip Morris oder Marlboro und so. In den meisten Coffee Shops ist das nämlich strengstens untersagt. Sprich: Man darf dort kiffen, aber keine Marlboro rauchen. Strange new world!

Wir bestellen eine Flasche Prosecco, Rick`s Bar kredenzt „the real thing“ also den richtigen, den italienischen – nicht die Henkel-Gülle. So eine Flasche ist schnell leer und außerdem müssen wir unsere Kadaver wieder zum Bahnhof schleppen, um das Gepäck zu holen um pünktlich bei Ralphi einzutreffen.

Am Bahnhof schicke ich ihm, wie angeordnet eine WA Nachricht, dass wir in 15 min beim Appartement eintreffen werden. Wir kommen an, stehen vor der Haustür auf der Straße, Ralphi 1 hat das WA noch nicht mal gelesen. Also rufe ich an. Natürlich hebt Ralphi nicht an. Ich schicke die nächste WA, rufe weiter an – no reply! Es ist kalt und windig, wir stehen wie bestellt und nicht abgeholt auf der Straße rum – wir rauchen – uns ist langweilig.

Wie durch ein Wunder öffnet sich plötzlich die Pforte, man kann es auch nicht anders nennen und eine junge Dame, die des Englischen nur mangelhaft mächtig ist, nimmt uns in Empfang. Wir zerren unser Gepäck über die für Amsterdam üblichen steilen schmalen Stiegen hinauf in den ersten Stock, dort scheint sie zu residieren, da wir angewiesen werden weiter nach oben zu gehen. Ein Holzverschlag erscheint in meinem Gesichtsfeld, man deutet mir, ihn zu öffnen und die Stiege dahinter zu erklimmen. Unterwürfig folgen wir den Anordnungen.

Wir bewältigen die letzte Treppe und vor unseren Augen erscheint das winzigste Appartement der Welt – anscheinend für Liliputaner konzipiert. Ich mein, wir sind auch keine Riesinnen, aber das erste Mal in meinem Leben fühle ich mich supersized.

Das Appartement besteht aus zwei kleinen Zimmern, im ersten steht ein Doppelbettchen, ein Tischchen und zwei Sesselchen, wahrscheinlich eine Leihgabe des örtlichen Kindergartens. Links davon befindet sich ein massiver tunnelartiger Durchgang im Fachwerk-Stil, der ins zweite Kämmerchen führt.

Dort befinden sich ein Sofa, ein Kühlschrank, ein überdimensionaler Mistkübel und ein Geschirrspüler. Wir sind erstaunt und fragen, wo zwei von uns schlafen sollen. Die junge Dame erklärt uns genervt, dass man das Sofa ausziehen könne. Wir bitten sie uns das vorzuführen. Widerwillig klappt sie das Teil auf. Es ist in diesem Zustand etwa 110 cm breit. Auf unsere Frage nach Pölstern, Decken und Leintüchern, produziert sie eine bereits überzogene Decke aus dem Unterbauch des Sofas und zeigt sich höchst erstaunt, dass wir auch nach einem Leintuch verlangen. Die Pölster bleibt sie uns schuldig.

„I think Amsterdam is to Holland what New York is to America in a sense.“   Anton Corbijn (holl. Regisseur, *1955)

Fortsetzung folgt im nächsten Post!

Elvira Trevira

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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