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28 Mai

Come as you are

Der Duden definiert Mode mit der Erklärung, sich über einen bestimmten Zeitraum in der gerade geltenden Art zu kleiden. Lateinisch „modus“ bedeutet Art, Weise aber auch Beschränkung.

Die Beschränkung liegt im menschlichen Körper. Er muss verpackt werden, was Limits aufwirft, denn Bekleidung soll auch funktionell sein. Dies führt zur Wiederholung der Mode in Abständen von einigen Jahrzehnten.

Zurückblickend entdecken wir einige erheiternde Auswüchse. Ich denke an Hosenlätze (Schamkapseln), die im Laufe des 16. Jahrhunderts so massiv ausgestopft wurden – ein ewiges Thema – dass sie Babykopf-Größe erlangten.

Nostalgisch verklärt, fallen mir auch die 80er ein, gelten sie doch bis heute als  ewiger Quell des schlechten Geschmacks. Udo Huber etwa, der in den „Großen Zehn“, häufig in orange Overalls gehüllt, als sei er ein Testimonial der MA48, elastisch über den Bildschirm glitt. Overalls sind auch jetzt wieder „voll modern“. Wenn ich mir nun einige der mir bekannten Chefredakteure, deren Hirn mich manchmal fast feucht werden lässt, die aber dann doch nicht den Körperbau von „Macho, Macho kaunnst net lernen“ mitbringen, darin vorstelle, bin ich geneigt dankend abzulehnen.

In der selben Epoche wurden wir auch von den unverwüstlichen „Trilobaljoggern“ heimgesucht – meist eine smaragd-violett Kombination in Glanz, bevorzugt von Insassen slowenischer Reisebusse getragen. 2017 geht alles – macht`s aber auch nicht besser. Die Helden in Trilobal wurden von herkömmlichen Jogginghosen abgelöst – warum nicht gleich im Pyjama in die „Hockn“?

Mode spiegelt den Zeitgeist wider – ein kurzer Blick ins Straßenbild lässt mich um den Zustand des Planeten bangen. Hilfreich wäre, beim Einkauf einen Blick in den Spiegel zu werfen (auch von hinten) – das schützt definitiv gegen Peinlichkeiten.

 

Elvira Trevira schreibt einmal monatlich für den WIENER.

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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