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2 Apr

La Bellezza Eterna

Der Name hat Klang. Man erkennt ihn aber wahrscheinlich erst, wenn man das Gesicht dazu sieht. Ein Gesicht, das seit über 70 Jahren fotografiert wird und zu einer außergewöhnlichen Frau gehört.

Carmen Dell’Orefice kam am 3. Juni 1931 in New York zur Welt. Ihr Start ins Leben war eher wenig rosig, verbrachte sie doch ihre früheste Jugend in Fürsorgeeinrichtungen, in den U.S.A auch „the system“ genannt und bei Verwandten. Erst ab 1942 lebte sie wieder bei ihrer Mutter. Carmens Herkunft ist übrigens auf italienisch-ungarische Wurzeln zurückzuführen. Bei einer Busfahrt Ende August 1945 durch die 57th Street, am Weg vom Tanzunterricht, wurde sie von der Frau des Fotografen Herman Landschoff angesprochen. 1946 war sie am Cover der amerikanischen Vogue und 15 Jahre alt. Models waren immer schon jung – auch damals.

Das „Who is Who“ der Fotografengilde, wie unter anderem Irving Penn, Cecil Beaton, Richard Avedon, Horst P. Horst, Arthur Elgort, Erwin Blumenfeld und Helmut Newton, haben sie vor ihre Kamera geholt. Viele von ihnen waren jüdische Emigranten, die dem Naziregime knapp entkommen waren, und ihre Kunst lebten. Sie vermittelten durch ihre Darstellung der Person Carmen Dell’Orefice, was sie in ihr sahen. Auch galt sie als eine von Salvador Dalis Musen – er hatte ja etliche.

Aber um soweit in diesem „flimsy business“ zu kommen und vor allem so lange präsent zu sein, bedarf es nicht nur Schönheit, sondern auch knallharter, eisener Disziplin. In einem Interview verriet sie, sie brauche weder Diamanten noch tolle Kleider, ihr sei es am wichtigsten, es warm zu haben und tun zu können was sie wolle. Da sind wir ganz bei ihr!

Aber wie in jedem Leben gab es auch in Carmens viele „Ups and Downs“, drei gescheiterte Ehen, diverse Karriere-Einbrüche, Opfer des Milliardenbetrügers Madoff und dem Börse-Crash im Eigentlichen, zwangen sie bis ins hohe Alter immer wieder zu arbeiten.

In der Mode vermisst sie heute eine klare Aussage und eine eindeutige Richtung. Es erscheint und ich zitiere hier: Als würde man ein Kind in einen Süßigkeiten-Laden lassen: Es würde automatisch so viel essen, bis ihm schlecht wird. Auch hier stimmen wir von BLOG-MAG.NET jubelnd zu. Gleichschaltung kann nichts.

Anfang der 80er Jahre stieg sie wieder voll ins Modell-Biz ein, posierte für Rolex, Gap, Cho Cheng, Target, Elizabeth Arden, Alberta Ferretti oder lief für Jean-Paul Gaultier. Vogue, W und Harper`s Bazaar klopften auch wieder an ihre Tür.

Ihre langerhaltene Schönheit verdanke sie den guten Genen ihres Vaters, dem Talent ihrer Schönheitschirurgen, ihrer Vorliebe für Botox und Hyaluron, der zuvor schon erwähnten Selbstdisziplin und vor allem ihrem Kampfgeist. Zitat:

„Ich habe meine Mutter und die katholische Kirche überlebt. Seitdem kann mich nichts mehr umhauen.“

Get Up – Dress Up – Show Up – But Never Give Up!

Polly Perlon

Polly Perlon
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

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