Featured Posts

The winner is: Urban Decay!
Liebe LeserInnen, gleich zu Beginn: Ihr könnt gewinnen, und zwar Lippenstifte von Urban Decay – und wie es funktioniert findet ihr am Ende des Posts raus!
View Post
Fashion Trends A/W 16/17
View Post
Vienna Fashion Week – Favorites
Die Vienna Fashion Week hat wieder begonnen, und wir stellen euch hier ein paar unserer Favoriten vor. Seid ihr diese Woche auch bei einer der Shows beim Museumsquartier dabei?
View Post
To top
11 Jul

Bist du für mich wichtig?

Bist du für mich wichtig? Oder eher nicht? Und wieso zur Hölle denke ich darüber nach?

Letztens auf einer Feier. Ich, müde und bereit mich auf den Heimweg zu machen, werde von einer Bekannten von der Seite angestupst. „Kennst du eigentlich schon den X? Er ist Fotograf. Und ihr habt ja einen Blog, da bringt euch der sicher was!“

Vor einiger Zeit, bei einem Gespräch mit einer jungen Dame, die ebenfalls einen Blog führt – anderes Thema, anderer Fokus, anderes Publikum – „Ihr habt auch einen Blog? Gut, dass ich dich kennen gelernt habe. Also, wie können wir voneinander profitieren?“

 

Bin ich ich, oder bin ich nur profitabel?

Dass ich kein Freund des bewussten Netzwerkens bin, ist in meinem Umkreis gemeinhin bekannt. Nicht erst einmal lief ich mit Büchern mit klingenden Namen wie „Netzwerken für Dummies“ oder „Kontakte knüpfen 101“ in der Tasche herum. (Unnötig zu erwähnen, dass die ungelesen wieder in die Bibliothek wanderten, oder?) Ich lerne gerne neue Menschen kennen, wenn es sich anbietet, sie mich tatsächlich interessieren oder der Zufall es gerade so will. Aber, und ich betone das hier bewusst, hasse es zutiefst, mich Menschen vorzustellen und über alles zu lachen, was sie sagen, weil sie mir „vielleicht einmal etwas bringen könnten“. Wie weit bin ich gefallen, wenn ich Menschen nur dann als wichtig erachte, wenn sie profitabel für mich sein könnten?

Besagten Fotografen von vorhin habe ich dann übrigens noch angesprochen. Wir verstanden uns nicht besonders, was vielleicht auch an den erzwungenen Umständen lag, tauschten aber sofort Visitenkarten aus und versprachen, „in Kontakt zu bleiben“. Nach drei Minuten Smalltalk trennten sich unsere Wege wieder. Die Frage der Fragen: Ist X jetzt in meinem Netzwerk, weil ich seine Visitenkarte erhalten habe? Werden wir jemals wieder voneinander hören? Ich bezweifle es.

Mein „Netzwerk“

Gerade in Bloggerkreisen ist ein Netzwerk natürlich nicht verkehrt. Mal ehrlich: Man steckt Herzblut, Zeit und viel Aufmerksamkeit in sein kleines Sprachrohr im Internet und wünscht sich dann auch, dass die Beiträge gelesen werden. Feedback ist immer willkommen, und das Gefühl, wenn ein besonders aufwendiger Post kaum bis keine Beachtung bekommt, ist zerknirschend. Natürlich wollen wir von einem Netzwerk profitieren können, das uns und unseren Bekannten hilft und unserem Anliegen ein wenig Beachtung verschafft.

Aber: Ich bin die, die bestimmt, wie ihr Netzwerk aussieht. Ich will Leute kennen lernen und mit ihnen zusammenarbeiten, weil wir uns verstehen oder an die gleichen Dinge glauben. Wenn ich mit einer Bloggerin spreche, die meine Interessen in der Nachhaltigkeit teilt und wir uns verstehen, ist das gut. Wenn ich mit der Begleitung rede, die nichts mit dem Business zu tun hat, ist das gut. Und wenn ich mit der Fast Fashion-Bloggerin spreche, weil es sich ergibt, ist das auch gut.

Mein sogenanntes Netzwerk kann vielfältig sein. Durch die, mit denen ich aktiv in Kontakt stehe und bleibe, ergeben sich meine Möglichkeiten. Nicht durch den einen Fotografen, dessen Visitenkarte ich einmal bekommen habe.

 

Was meint ihr – Kontakte „sammeln“ oder nicht?

Nelly Nylon

Nelly Nylon
Nelly Nylon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: nelly.nylon@blog-mag.net

No Comments

Leave a reply

Instagram