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2 Mrz

Auf leisen Sohlen

Nicht nur die Männerkleidung, auch der Herrenschuh ist modischen Einflüssen unterworfen. Abgesehen von den Klassikern wie Derby, Norweger, Budapester und Konsorten gab es im Laufe der Jahrzehnte doch den einen oder anderen modischen Fauxpas, der allerdings hurtig durch die nächste Modetorheit abgelöst wurde.

1950 - 1960

Jetzt bestimmte erstmals die Jugend was Mode, Musik und Lifestyle betraf. Junge Menschen lehnten den Lebensstil ihrer Eltern ab und erfanden ihren eigenen. Jugendkultur entstand. Als hilfreich zeigte sich auch der Wirtschaftsaufschwung, nun konnte man sich mehr leisten. Auch Schuhe. Die Rockabillys legten Wert auf Two-Tone Schuhe (zweifärbig), die gab es zwar schon in den zwanziger Jahren, erlebten jetzt aber ein kurzes und schmerzloses Come-Back.

Die ersten jugendlichen Rebellen auf europäischen Boden, die Teddy Boys oder Teds kamen aus der britischen Arbeiterklasse und trugen sogenannte Creepers, Wildlederschuhe mit Kreppsohle. Marlon Brando verhalf den Bikerboots zu Ruhm, was sollte man auch sonst zu Lederjacke und Jeans tragen? James Dean machte die Basketballschuhe von Converse, die Chucks, populär. Der Rest der Männerwelt trug weiterhin schwarze oder braune Schnürschuhe.

1960 - 1970

Auch die nächste Jugendbewegung kam aus UK und ebenfalls aus der Arbeiterklasse. Die Mods fuhren aufgemotzte Vespas und Lambrettas, dabei verbreiteten sie ein wenig italienisches Flair. Passend dazu trugen sie Chelsea Boots, die teilweise recht spitz zuliefen.

Zu den schmal geschnittenen Anzügen wählte man auch glatte Schnürschuhe, ebenfalls mit einer pointierten Spitze. Das Ende des Jahrzehnts sollte von der Mondlandung dominiert sein. Dies hatte zu diesem Zeitpunkt auf die Männerschuhmode eher wenig Einfluss, sollte dann aber in den 70ern, die modisch von drei Strömungen beherrscht wurden, spürbar werden.

1970 - 1980

Die Nachwirkungen der Mondlandung manifestierten sich in der Herren-Schuhmode durch wesentlich rundere Formen und einen Tick höhere Absätze. Auch bei den Farben wurde man mutiger. Plastikschuhe waren der letzte Schrei. Im Winter stülpte man den Moonboot über – alternativ wurden Yeti Boots angeboten, sie hatten extrem lange, meist weiße Haare und sahen nach dem ersten Spaziergang für immer versaut aus.

Als die Hippie Bewegung richtig ins Rollen kam bevorzugte man Jesuslatschen, essentiell dazu waren ungewaschene Füße und dreckige Zechennägel. Oder man ging gleich barfuß.

Punks gingen niemals barfuß, sie steckten die „Kasler“ in Doc Martens oder „Gothic Pike Boots“. Das waren diese flachen, sehr lang und äußerst spitz – und ich meine hier richtig spitz – zulaufenden Derivate von Chelsea Boots, die mit allerlei Metallutensilien aufgemascherlt waren. Doc Martens waren natürlich auch unfassbar beliebt.

Gleichzeitig dazu entwickelte sich Punk- und Glamrock und die fröhliche Disco-Generation. So bunt, man musste beinahe kotzen. Glitzerstiefel mit Plateausohlen und klobigen Absätzen machten die Runde, auch bei den Männern.

1980 - 1990

Am Anfang standen die Cowboy-Bock – man konnte sie unbefangen das ganze Jahrzehnt hindurch tragen. Je abgefuckter sie wurden, desto geiler fühlten sie sich an. Rockn`Roll is a Lifestyle, war das Motto.

Die Popper entdeckten die Quastel-Slipper für sich. Ursprünglich eine Erfindung aus dem Hause Gucci. Sie wurden abgekupfert bis zum Abwinken und überschwemmten den Markt in all ihren unmöglichen Varianten. Es gab sie auch mit kleinen silbernen oder goldenen Querspangen. Sie haben bis heute überlebt und werden uns im SS 2019 neuerlich erfreuen.

Die Gothics setzten nochmal auf Doc Martens und die Pike Boots und verbreiteten somit einen Abgesang auf die Punk-Ära.

„Be well dressed, behave like a gentleman, and keep your shoes shined.“ (Joseph Abboud, amerik. Designer, * 1950)

Elvira Trevira

Elvira Trevira
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Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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