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27 Mrz

Lebensmittelverschwendung als Gesellschaftskrankheit

475 Kilogramm Müll wirft jeder EU-Bürger jährlich weg, darunter 123 Kilogramm Essen. Wir als Konsumenten sind verantwortlich für die Berge an Lebensmitteln, die tagtäglich entsorgt werden.

Geschirr, Möbel, Kleidung. Alles Gegenstände, die sich zuhause stapeln, in die Ecke geworfen und oft nach kurzer Verwendung keines Blickes mehr gewürdigt werden. Was früher ein Leben lang halten musste und oftmals mehrere Male repariert wurde, wird in der heutigen Zeit einfach weggeworfen. War es früher üblich,  Möbel zu rekonstruieren, Kleidung zu flicken und Besitztümer über Generationen weiterzugeben, landen die meisten Sachen heute im Müll.

Kein Wunder. Der Gang ins Geschäft – eine Reizüberflutung vom Feinsten. Gerüche, Geräusche, Gespräche. Alles gezielt eingesetzte Manipulation. Wie soll man sich auf seinen ursprünglich geplanten Einkauf konzentrieren, wenn von allen Seiten die neuesten Produkte und die damit verbundenen Angebote auf einen wirken?

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Der Vorreiter unter den Wegwerfprodukten sind kostbare Nahrungsmittel. Fehlender Überblick über bereits vorhandene Lebensmittel zuhause und das ziellose Gehen in den Supermarkt sind der Hauptgrund für unnötige Einkäufe. Rund 10 % des Restmülls der österreichischen Haushalte sind noch essbare Lebensmittel. Noch originalverpackte oder nur teilweise verbrauchte aber definitiv essbare Produkte werden ohne Scham in den Müll geworfen. Brot, Obst, Gemüse und teilweise Konserven, die noch über ein Jahr haltbar sind, werden aus optischen Gründen entsorgt. Aber da sind verschwenderische Haushalte erst der Anfang.

Die Menge an unnötig entsorgten Lebensmitteln-

absurd.

Kartoffeln, Tomaten, Äpfel. Alles was zu groß oder zu klein ist, Auswüchse hat, also einfach nicht der Norm entspricht, wird großteils einfach weggeworfen. Qualitativ einwandfreie Lebensmittel werden aufgrund optischer Mängel an Tiere verfüttert, oder sogar am Feld liegen gelassen. Da kann man sich schon an den Kopf greifen und fragen, was eigentlich los mit uns ist.

Endlich wird auch krummen Gurken und herzförmigen Kartoffeln eine Chance gegeben.

Merkur, Billa und mittlerweile auch Penny Markt machen die Gegner der Wegwerfgesellschaft glücklich. Mit dem ins Leben gerufenen  Eigenmarke ,,Wunderlinge’’ im Oktober 2013 wurden endlich auch Lebensmittel mit sonderlichem Aussehen ins Sortiment aufgenommen. 2015 waren es, laut der Rewe International AG, rund 5620 Tonnen an Obst und Gemüse, das, anstatt Tieren zum Fraß vorgeworfen zu werden, unsere Bäuche füllen und uns durch denselben Geschmack ihrer optisch perfekten Kollegen sättigen durfte.

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Freeganismus nennt man eine Lebenshaltung, die versucht, den gedankenlosen Konsum und das Wegwerfen von noch brauchbaren Alltagsgütern zu vermeiden.

Auch cradle to cradle, also eine Kreislaufwirtschaft, sollte unser aller Ziel sein. Damit meint man entsorgte Produkte, die entweder als ..biologische Nährstoffe“ in biologische Kreisläufe zurückgeführt oder als „technische Nährstoffe“ kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden. Wichtig wäre es, ganz allgemein die Herangehensweise an das Thema Müll zu ändern. Oder sogar noch besser, das Wort „Müll“ aus unserem Sprachgebrauch zu verbannen und nur noch von Ressourcen zu sprechen. Somit könnte aus jedem Produkt, sofern es möglich ist, ein wiederverwertbarer Rohstoff werden.

Baby, lets go Freegan!

Eure Polly Perlon

Polly Perlon
Polly Perlon

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: polly.perlon@blog-mag.net

1 Comment
  • Hannah Mavie

    Hey Polly!
    Sehr gelungener Artikel, hat meine Sichtweise zu dem Thema echt verändert!

    27. März 2018 at 17:57 Antworten

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