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6 Nov

2017: Celebrity goes Discounter

Unter dem Motto scheint dieses Jahr zu stehen. Schon im März hat die Fußballergattin/Designerin Victoria Beckham eine Kinderkollektion für den zweitgrößten Discounter der USA, nämlich Target umgesetzt. Gefolgt vom deutschen Hausfrauen-Modell Heidi Klum, die ihr Designtalent via Lidl niemandem vorenthalten will. Zeitgleich hat sich die mittlerweile etwas abgetakelte Sängerin Anastacia bemüßigt gefühlt für Aldi Süd die „Music Loves Fashion“ Kollektion zu kreieren.

Die Preise der Kollektionsteile von Klum und Anastacia liegen zwischen Euro 7,99 und Euro 59,99 – letzterer bezieht sich auf eine Lederjacke der Klum Kollektion „Esmara“ – anscheinend inspiriert von Escada und Max Mara – aber diesmal für Arme. Ähnlich die Kosten der Beckham-Kollektion bei Target.

Quelle: pixabay.com

Bekannterweise sind Diskonter wenig zimperlich in der Auswahl ihrer Produktionsstandorte und den dort herrschenden human-ökologischen Bedingungen. Ihre Umsätze kratzen am 3-stelliger Milliardenbereich. Kooperationen mit solchen Konzernen scheinen für Celebrities sehr lukrativ zu sein – eine „Win-Win“ Situation für alle Beteiligten.

 

Bis auf die, die irgendwo in Südostasien an den Maschinen sitzen und die Design-Ergüsse von Klum und Konsorten nähen. Im Interview erklärt Anastacia, sie findet den „Destroyed Look so awesome“: Sie sollte sich mal drüber informieren unter welchen Umständen diese Jeans hergestellt werden und was für Auswirkungen es auf die Gesundheit der Arbeiter hat.

Quelle: pixabay.com

Ich verstehe wirklich nicht, wie Frauen, die auch Mütter sind und obendrein noch Multimillionärinnen, die Zustände, die in den Produktionsländern ihrer Kollektionen herrschen, ignorieren können. Es muss wohl die Gier sein, denn sonst würden sie doch ihre Bekanntheit nutzen, um der Situation entgegen zu wirken. Naiv – ich weiß!

Quelle: pixabay.com

Ein kleiner Nachsatz ist in diesem Zusammenhang noch wichtig, als ich die WIENER Kolumne geschrieben habe, waren folgende Fakten allerdings noch nicht publik, daher nur hier online. Die Firma H&M verbrennt ihre Altkleiderbestände nun. Der Konzern hat es anscheinend nicht nötig sein Image aufzupeppen und die Altware zu spenden – man könnte sie eventuell nach Lampedusa karren – wird wohl zu teuer sein, da verpestet man doch besser die Luft, indem man ganz viel Polyester und ein bissl Baumwolle verbrennt. Well done!!!

 

 

Elvira Trevira

 

 

Elvira Trevira schreibt einmal monatlich für den WIENER.

Hier geht’s zur Kolumne.

Elvira Trevira
Elvira Trevira

Fragen, Wünsche, Anregungen? Schreib mir: elvira.trevira@blog-mag.net

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